Objektbericht „a+f GmbH“, Kompetenzzentrum Würzburg
Umweltschonend und nachhaltig

Offenhausen, im März 2009 - Das Anfang dieses Jahres eröffnete Würzburger Kompetenzzentrum der „a+f GmbH“, ein Unternehmen des „GILDEMEISTER“-Konzerns, reflektiert vorbildlich das dynamische Geschäftsfeld, für das es errichtet wurde: Die Entwicklung und Vermarktung von Technologien zur effektiven Nutzung der Sonnenenergie im Industriemaßstab. Das moderne Gebäude ist Spiegelbild der ökologischen Unternehmensausrichtung und stellt hohe Ansprüche an die Flexibilität des Mobiliars. Eine Herausforderung, die das modulare Möbelsystem „modul space“ und das raumeffiziente Struktursystem „human space“, beides von Bosse Design, mit Bravour meisterten.
Die in Würzburg ansässige „a+f GmbH“, arbeitet seit 25 Jahren erfolgreich im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. Als Tochter des „GILDEMEISTER“-Konzerns, dem weltweit größten Hersteller spannender Werkzeugmaschinen mit Sitz in Bielefeld, kann „a+f“ auf das Know-how, die Kompetenz und das weltweite Servicenetzwerk des Mutterkonzerns zurückgreifen.
Neben der strategisch ausgerichteten Beschaffung von Guss, Stahl sowie Maschinenkomponenten beschäftigt sich das Würzburger Unternehmen verstärkt mit der Entwicklung, Projektierung und Realisierung sowie dem Service von Freiflächen-Nachführsystemen für Photovoltaik. Ein wachstumsstarkes Geschäftsfeld, das die Errichtung eines Kompetenzzentrums mit bis zu 100 modernen Arbeitsplätzen ermöglichte.
Das neue, vierstöckige Firmengebäude aus der Hand der Architekten Roth + Haas, Eibelstadt, verfügt über eine Fläche von rund 1.400 Quadratmetern. Es handelt sich um ein Null-Energie-Haus, das in Summe komplett ohne Primärenergie wie Öl oder Gas versorgt werden kann. „Wer regenerative Energien anbietet, sollte im eigenen Haus keine fossilen verbrennen“, sagt „a+f“-Geschäftsführer Thomas Petsch über den modernen Neubau, der hohe Ansprüche an die Möblierung stellte.
Um eine optimale Luftzirkulation im Inneren des Gebäudes zu gewährleisten, sollten sämtliche Möbel rund 17 cm Bodenfreiheit haben. Eine optische Herausforderung, der sich „modul space“ von Bosse Design formal sehr elegant stellte: Die Korpusse des kürzlich mit dem „Gold Award“ prämierten Möbelsystems sind auf entsprechend hohe Chromsockel gesetzt und unterstützen so die ideale, umweltschonende Klimatisierung der teilweise bis zu sieben Meter hohen Büroräume.
Optimale Ressourcennutzung
Das gesamte Gebäude wird über eine Betonkerntemperierung beheizt und gekühlt. In den Decken einbetonierte Rohre sorgen in Verbindung mit einer Lüftungsanlage für ein angenehmes, natürliches Raumklima. Durch die kompakte Bauweise, der guten Wärmedämmung und der Verglasung zur Sonne hin – sämtliche Büroarbeitsplätze sind zu 100 Prozent mit Tageslicht versorgt – sowie den ohnehin vorhandenen Wärmequellen wie Computer, Beleuchtung und Menschen, braucht das Bürogebäude fast keine zusätzliche Heizenergie. Der restliche Bedarf wird mit einer Wärmepumpe dem Grundwasser entnommen. Der benötigte Strom wird über die eigenen Photovoltaikanlagen erzeugt. Unabhängig von Primärenergien vermeidet das Bürogebäude nach eigenen Angaben rund 50 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr.
Sommerlicher Wärmeschutz ohne Klimaanlage, ein intensiv begrüntes Flachdach und eine 72 Quadratmeter große fassadenintegrierte Photovoltaikfläche erzeugen in Kombination mit bereits vorhandenen Photovoltaikanlagen auf einem benachbarten Grundstück mehr Energie als der vierstöckige, rund 9.500 Kubikmeter Fläche umfassende Neubau benötigt.
Ideales Zusammenspiel zwischen Gebäude und Einrichtung
Allein wegen der optimalen Nutzung natürlicher Wärmequellen gibt es im Kompetenzzentrum der „a+f GmbH“ fast ausschließlich offene Räume, so genannte Open-Space-Landschaften. Da nur wenige Akustikflächen als raumgestaltende Deckensegel und keine klassischen Doppelböden im Gebäude vorhanden sind, ist es unter anderem Aufgabe des Mobiliars, für die erforderliche Raumzonierung, die Schalldämmung und eine nicht zu sehende Elektrifizierung zu sorgen.
Hier erwies sich Bosse Design aus Höxter/Stahle, eine Marke der Dauphin HumanDesign Group, als versierter Partner für die verantwortlichen Architekten und stellte mit dem Klassiker „human space“ das geeignete Raumgliederungssystem zur Verfügung. Der Markenname Bosse Design steht im Produktportfolio der Dauphin-Gruppe für intelligente, raumeffiziente Struktursysteme sowie für das modulare, designorientierte Möbelprogramm „modul space“. Beides wirtschaftliche Systemlösungen, die aufgrund ihrer Modularität und hohen Flexibilität helfen, die kontinuierlichen Veränderungen im Büro ästhetisch durchgängig zu bewältigen.
„Das Kompetenzzentrum ist für uns eine perfekte Plattform, die Stärken beider Systeme unter Beweis zu stellen“, sagt Math Korsten, Innenarchitekt bei Bosse Design. In allen drei Büroetagen kommt das Raumgliederungssystem „human space“ zum Einsatz. Es zoniert die Großraumflächen und sorgt mit seinen Akustikelementen für die erforderliche Schallisolierung. Auch die gesamte Elektrifizierung läuft nahezu unsichtbar über das Bosse-System, das damit wesentliche Aufgaben des Gebäudes übernimmt. Darüber hinaus ist „human space“ integraler Bestandteil des Beleuchtungskonzepts. Während die allgemeine Gebäudebeleuchtung von ungefähr 300 Lux klassisch in der Decke integriert ist, bringt die „human space“-Systemleuchte die erforderlichen 500 Lux an jeden Arbeitsplatz.
Frühzeitig in das Neubauprojekt involviert, plante und realisierte Bosse Design nicht nur die gesamte Gebäudemöblierung (mit Ausnahme der Bürobestuhlung und der Chefbüros) - vom Empfang über den Pantrybereich bis hin zu den einzelnen Arbeitsplätzen in Großraum-, Team- und Zellenbüros sowie den Besprechungs- und Konferenzsituationen -, sondern auch das Farbkonzept und die Innenausstattung.
Math Korsten, der das Projekt von Anfang an bei Bosse Design verantwortete, sagt: „Der Kunde wollte eine reduzierte Innenraumgestaltung, die zu den weitgehend unverkleideten, sieben Meter hohen Betonwänden und Decken passt und die ökologische Geisteshaltung des Unternehmens widerspiegelt.“ Der gebürtige Niederländer erläutert: „Deshalb wählten wir überwiegend neutrale Farben und hochwertige Materialien. Etwa strapazierfähiges Kugelgarn in Anthrazit für den textilen Bodenbelag, hellgraue Möbelfronten, silberfarbene Paneele, Aluminium, Chrom, Glas und als Akzent immer wieder mal hochwertige Holzfurniere in den Schrankfronten oder Farbakzente in Orange.“
Die hohe Verarbeitungsqualität des komplett in Deutschland hergestellten Programms „modul space“, seine optische Perfektion und der hohe Gestaltungsanspruch, der hinter diesem Systemmöbel steht, sorgten im Wechselspiel mit „human space“ für ein durchgängiges, wertbeständiges und hochwertiges Innenraum-szenario, das sich ideal in die Gebäudearchitektur fügt. Der Meinung ist auch die „a+f GmbH“, die Bosse Design im Anschluss mit der Renovierung der alten Bürogebäude beauftragte.
Objekttelegramm:
Objekt: Kompetenzzentrum der a+f GmbH, D-Würzburg
Bauherr: Basler-Petsch Sunpark GbR, D-Würzburg
Architekt: Roth + Haas Architekten, D-Eibelstadt
Planung: Januar 2007 bis August 2008
Bauzeit: März 2008 bis November 2008
Umbauter Raum: 9.462 Kubikmeter
Nutzfläche: 1.400 Quadratmeter
Raumgliederung: human space
Möbelsystem: modul space
Hersteller: Bosse Design, D-Höxter/Stahle, eine Marke der Dauphin HumanDesign Group, D-Offenhausen
Fachhändler: Duffe Bürogestaltung, D-Dülmen
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